Les Trois Rois
Obwohl sich meine schauspielerischen Erfahrungen und Kenntnisse auf ein absolutes Minimum (*) beschränken, wollte ich die Anfrage, mit welcher „Morchle“ vor ein paar Tagen an mich gelangte, keineswegs ausschlagen. In die Rolle eines Statisten während den Dreharbeiten zum neuen Werbefilm des Hotels Les Trois Rois zu schlüpfen, löste in mir wahre Glücksgefühle aus. Dies, obwohl unsere Aufgabe (nur) darin bestehen sollte, während dem Dreh im hoteleigenen Restaurant Cheval Blanc, sich amüsierende Gäste zu mimen. Nichts leichter als das, denn Essen und Weintrinken zählen zu meinen Steckenpferde, welche ich sehr gerne pflege und hege.
Mit Schirm, Charme, Anzug aber ohne Melone fand ich mich gegen Abend am Drehort im Les Trois Rois ein. Mit von der Partie waren, nebst einem Dutzend weiteren Statisten, „Rochle“ und „Alfi“. Um störenden Glanzflächen in unseren Gesichtern vorzubeugen, wurden alle anwesenden Akteure geschminkt, beziehungsweise wir Männer zum Glück nur gepudert.
Die verbleibende Zeit bis zum Drehstart nutzten wir für einen Rundgang unter der Führung von „Morchle“. Meine anfängliche Schwärmerei beim Betreten der Suite Les Trois Rois verflüchtigte sich, als ich den Preis für eine Übernachtung in diesem Wohntraum erfuhr. Für 4'500 Schweizer Franken stehen aber immerhin gegen 200 m2 Wohlfühlfläche, eine Sauna und ein Jacuzzi auf dem Hoteldach, mit Blick auf den Rhein und die Skyline Basels, zur alleinigen Verfügung.

Gegen 18.00 Uhr, nach einem kurzen Briefing (und meinem freiwilligen Einlesen ins Storyboard), fanden wir uns im Cheval Blanc zum Dreh ein. Zu Dritt am festlich gedeckten Tisch sitzend, richteten sich unsere Blicke auf die Vorbereitungen des Filmteams. Es galt eine Szene, in welcher ein älteres Ehepaar beim Dinner die Hauptrolle übernahm, abzudrehen. Wir Statisten hatten dabei lediglich die Rolle von weiteren, vergnügten Gästen zu spielen (nichts leichter als das, auf das lautstarke Erzählen von Witzen verzichtet ich aber). Schade, dass wir das aufgetischte Essen, resp. den Wein, jeweils nur beim Drehen (im Schnitt so 70 Sekunden) geniessen durften und wir dafür zu sorgen hatten, dass unsere Teller stets mit den Vorspeisen "verziert" und unsere Weingläser ebenso voll blieben. Ein schwieriges Unterfangen, denn ich neige sehr oft dazu, sehr schnell zu Essen, beziehungsweise noch rapider zu Trinken. Glücklicherweise wurden wir während den Drehpausen mit belegten Broten verköstigt und immerhin unser Hungergefühl gebändigt.
Wir blühten in unserer Statistenrolle regelrecht auf, einen direkten Zusammenhang mit dem (ohnehin begrenzten) Alkoholkonsum, konnte ich zweifelsfrei ausschliessen. So waren wir uns schlussendlich gar nicht mehr bewusst, dass wir jeweils gefilmt wurden. Mit grossen Erwartungen sehen wir nun dem Release des Promofilms entgegen und sind bereits heute auf unsere schauspielerischen Leistungen gespannt.
"And the Oscar goes to", käme es soweit, müsste ich mir über die Bezahlung der „Les Trois Rois Suite“ wohl keine Gedanken mehr machen.
Mit Schirm, Charme, Anzug aber ohne Melone fand ich mich gegen Abend am Drehort im Les Trois Rois ein. Mit von der Partie waren, nebst einem Dutzend weiteren Statisten, „Rochle“ und „Alfi“. Um störenden Glanzflächen in unseren Gesichtern vorzubeugen, wurden alle anwesenden Akteure geschminkt, beziehungsweise wir Männer zum Glück nur gepudert.
Die verbleibende Zeit bis zum Drehstart nutzten wir für einen Rundgang unter der Führung von „Morchle“. Meine anfängliche Schwärmerei beim Betreten der Suite Les Trois Rois verflüchtigte sich, als ich den Preis für eine Übernachtung in diesem Wohntraum erfuhr. Für 4'500 Schweizer Franken stehen aber immerhin gegen 200 m2 Wohlfühlfläche, eine Sauna und ein Jacuzzi auf dem Hoteldach, mit Blick auf den Rhein und die Skyline Basels, zur alleinigen Verfügung.

Gegen 18.00 Uhr, nach einem kurzen Briefing (und meinem freiwilligen Einlesen ins Storyboard), fanden wir uns im Cheval Blanc zum Dreh ein. Zu Dritt am festlich gedeckten Tisch sitzend, richteten sich unsere Blicke auf die Vorbereitungen des Filmteams. Es galt eine Szene, in welcher ein älteres Ehepaar beim Dinner die Hauptrolle übernahm, abzudrehen. Wir Statisten hatten dabei lediglich die Rolle von weiteren, vergnügten Gästen zu spielen (nichts leichter als das, auf das lautstarke Erzählen von Witzen verzichtet ich aber). Schade, dass wir das aufgetischte Essen, resp. den Wein, jeweils nur beim Drehen (im Schnitt so 70 Sekunden) geniessen durften und wir dafür zu sorgen hatten, dass unsere Teller stets mit den Vorspeisen "verziert" und unsere Weingläser ebenso voll blieben. Ein schwieriges Unterfangen, denn ich neige sehr oft dazu, sehr schnell zu Essen, beziehungsweise noch rapider zu Trinken. Glücklicherweise wurden wir während den Drehpausen mit belegten Broten verköstigt und immerhin unser Hungergefühl gebändigt.
Wir blühten in unserer Statistenrolle regelrecht auf, einen direkten Zusammenhang mit dem (ohnehin begrenzten) Alkoholkonsum, konnte ich zweifelsfrei ausschliessen. So waren wir uns schlussendlich gar nicht mehr bewusst, dass wir jeweils gefilmt wurden. Mit grossen Erwartungen sehen wir nun dem Release des Promofilms entgegen und sind bereits heute auf unsere schauspielerischen Leistungen gespannt.
"And the Oscar goes to", käme es soweit, müsste ich mir über die Bezahlung der „Les Trois Rois Suite“ wohl keine Gedanken mehr machen.
Ein herzliches Dankeschön möchte ich an "Morchle" und an meine(n) Filmpartner(in), "Rochle" und "Alfi" aussprechen...
(*) beim klassischen Hausaufgaben verleugnen während meiner Schulzeit lief ich zwar jeweils zur Hochform auf. So quasi; „nein Herr Lehrer [Name der Redaktion bekannt], ich habe mir bezüglich den Schularbeiten etwas ganz anderes notiert....“


4 Comments:
Sehr geehrter Herr Linguist
Dank Ihren hervorragenden schauspielerischen Leistung ist es uns gelungen, unser Prunkstück im Herzen von Basel, unserer Kundschaft näher zu bringen. Aus diesem Grund wäre es mir eine grosse Freude Sie und Ihre werten Kollegen und Kolleginnen in unserer Suite begrüssen zu dürfen. Selbstverständlich gehen alle Kosten zu meinen Lasten.
Ihr Dolbi Straumann
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dolbi75, at 8/23/2006 01:01:00 AM
Danke Dolbi ! Machen wir doch gerne; die Rechnung senden wir an die Tellistrasse (z.Hd. Controlling & Finanzen), oder ?
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linguist, at 8/23/2006 08:10:00 AM
Wie war das mit dem baldigen heiraten? Das wäre ja dann so richtig zum Ausruhen, danach...davor... während.. oder so
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ChliiTierChnübler, at 8/24/2006 11:56:00 PM
@CTC
Apéro: Wenkenpark, Heirat: Münster, Essen&Feier: Les Trois Rois, Flitterwochen: Antigua
1 Monat später: Privatkonkurs
Wie heisst es so treffend; "Wir arbeiten dran..."
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linguist, at 8/25/2006 08:22:00 AM
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